Geomantie

Die Geomantie ist eine multidimensionale Methode, um Räume zu erfassen und Leben zu begreifen. Sie ist eine der ältesten Berufe und existiert seit Beginn der Menschheit. In der geomantischen Sichtweise wird unser gesamtes Umfeld als lebendig und beseelt betrachtet. So werden die gesamte Erde, die Natur und auch die architektonischen Lebensräume als eigene Organismus-Systeme angesehen. Es wird die materielle, die seelische und auch die geistige Ebene eines Raumes erkannt. Die Identität eines Ortes kann durch die sensibilisierte Wahrnehmung und durch Analogiesysteme durchdrungen werden. Das Lesen der äußeren Erscheinung in Natur und Landschaft, das Erspüren des Unsichtbaren öffnet Welten in Zeit und Raum. So lassen sich authentische Räume und Siedlungen in Form von Architektur und Kunst kreativ verwirklichen, sodass sich Menschen und Kulturen in harmonischer Beziehung zueinander weiter entwickeln können.

Diese alte überlieferte Kunst und Wissenschaft über Lebensenergien unserer Erde, auch Chi, Odem, Prana, Od usw. genannt, wurde in früheren Kulturen als Geheimnis streng gehütet. An berühmten Bauwerken, wie den Pyramiden oder den mittelalterlichen Kathedralen, wurde dieses geistige Kapital bis zur Perfektion angewandt. Große Denker, wie Goethe oder Rudolf Steiner, erkannten diesen holistischen Gestaltungsansatz und bezeichneten diese Monumente als musikalische Kompositionen. Durch Methoden wie Radiästhesie, Proportionskunst, Feng-Shui, Farb- und Raumenergetik lassen sich so gezielt optimale Atmosphären schaffen.